Neuentwicklung von Geräten für die physikalische Gefässtherapie

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Ausgangslage

Unser Kunde ist im Bereich der Medizintechnik tätig. Er betreibt und fördert Forschung auf dem Gebiet der Mikrozirkulation und entwickelt physikalische Behandlungsmethoden, um die Mikrozirkulation positiv zu beeinflussen. Er möchte eine moderne Gerätefamilie für eine neuartige physikalische Gefässtherapie entwickeln.

Ziel des Projekts

IMT wird beauftragt, die neuen Geräte zu entwickeln – vom Konzept bis zur Serienreife. Dabei sind sämtliche Fachdisziplinen in das Projekt involviert. So entwickelt das Projektteam die neuen mechanischen Baugruppen, die Elektronik, die Software sowie das Systemkonzept und erstellt die Dokumentation für die Zulassung als Medizinprodukt. IMT soll auch die ersten Geräte bauen und die Produktion von Seriengeräten beim Kunden aktiv unterstützen. Die Vorgaben hinsichtlich der Termine, Entwicklungs- und Fertigungskosten sowie Herstellbarkeit in hohen Stückzahlen bei gleichbleibend hoher Qualität müssen strikte eingehalten werden.

Technische Umsetzung

Das vom Kunden entwickelte Industriedesign wird übernommen und in die neue Systemarchitektur integriert. Nach der 3D-Modellierung in „Solid Works“, der Festigkeitsanalyse der hochbelasteten Kunststoffteile mit FEM und der Bewegungssimulation werden komplette Gehäuse im Spritzgussverfahren hergestellt. Verschiedene Rapid-Prototyping-Verfahren wie Lasersintern (SLS), Fused Deposition Modeling (FDM) und Vakuumguss kommen ebenfalls zum Einsatz. Der Kippmechanismus wird mit hochbelastbaren Kunststoffteilen aus glasfaserverstärktem Kunststoff als Metallersatz realisiert.

Bei der Elektronik entscheidet sich IMT für einen ARM Cortex M3 Prozessor für die Steuerungsfunktionen.  Die Firmware-Entwicklung basiert auf dem IMT Framework SWAP und die UI-Entwicklung auf dem IMT Device Application Framework (DAF) auf WinCE 6.0.

Das Li-Ionen-Akkumodul im Kunststoffgehäuse ist als Smart Battery ausgeführt. Als Anzeigelösungen für die verschiedenen Geräteversionen wird ein kostenoptimiertes LCD-Segmentdisplay und für die Premiumversion ein 5,7″ VGA-TFT-Display eingesetzt.

Ergebnis

Das Projekt wird termingerecht für den weltweiten Produktlaunch und innerhalb des Budgets umgesetzt. Das Gerät wird mit dem “Red Dot Design Award” ausgezeichnet und der Kunde kann mehrere tausend Geräte gewinnbringend verkaufen.

«Es bereitet grosse Freude, mit technischem Know-how, fundierter Kenntnis der Medizintechniknormen und einem gut strukturierten Projekt-Management dem Kunden zu einem Gerät zu verhelfen, das innert kurzer Zeit den Entwicklungsaufwand amortisiert und sich über Jahre erfolgreich verkauft.»

Martin Anrig, Development Team Manager

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