Konzeptstudie und Prototyping - Netzunabhängiger Patientenmonitor mit Datenaufzeichnung

Lesedauer: 3 Min.

Ausgangslage

Unser Kunde, ein Hersteller von Medizingeräten für die Patientenüberwachung, benötigt ein Sondermodell in kleiner Stückzahl. Mit diesem Gerät soll ein neues Messprinzip in ausgesuchten Märkten getestet werden. Die Resultate sollen in künftige Modelle des Herstellers einfliessen. Aufgrund der kleinen Stückzahl (80 Stück) verzichtet der Kunde vorerst auf ein aufwendiges User Interface. Stattdessen wird ein käufliches Gerät verwendet.

Ziel des Projekts

Ziel ist es, ein einfach anzuwendendes Gerät ohne Netzanschluss und Datenleitungen zu entwickeln, das die Patientendaten mit verschiedenen Sensoren misst und für die spätere Auswertung aufzeichnet. Das Gerät soll in kurzer Zeit und zu tiefen Kosten entwickelt werden.

Technische Umsetzung

IMT hält die Entwicklungskosten tief, indem praxiserprobte Teillösungen und Software-Bibliotheken zu einem neuen Systemdesign kombiniert werden. Die Kunststoffgehäuse werden mit dem kostengünstigen Vakuumguss-Verfahren produziert, das auch ohne teure Werkzeuge sehr schnell passgenaue und schöne Teile liefert.

Ein Akku mit einer Laufzeit für einen ganzen Tag wird integriert. Dieser ermöglicht, neben dem Wegfall eines Netzanschlusses, auch eine einfache Einhaltung der EMV-Richtlinien sowie die Zulassung in Bezug auf die elektrische Sicherheit. Über eine Bluetooth-Schnittstelle werden die Daten für die Ansicht und spätere Auswertung an ein handelsübliches Tablet übertragen und dort mit einer Windows-Anwendung visualisiert. Als Benutzerschnittstelle am Gerät reicht somit eine Folie mit zwei Tasten und wenigen Status-LEDs aus.

Ergebnis

IMT entwickelt das Gerät, baut 80 Stück in der eigenen Prototypenfertigung und liefert es getestet aus. Dank des sehr einfachen und dadurch risikoarmen Designs bestehen die Geräte die Tests für elektrische Sicherheit und EMV im ersten Anlauf. Termin- und Kostenplan werden eingehalten.

«Den ehrgeizigen Zeitplan unseres Kunden nahmen wir als Herausforderung an. Dank der Kombination von Bekanntem zu einem neuen Ganzen konnte er auch eingehalten werden.»

Benno Bieri, Business Development Manager

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