Value Engineering für einen Ophthalmologie YAG Laser

Lesedauer: 3 Min.

Ausgangslage

Aufgrund der Überalterung der Elektronik und Laserkomponenten beauftragt ein Ophthalmologie-Geräthersteller IMT mit der Überarbeitung eines bestehenden Lasertherapiegeräts. Mit Hilfe einer Laserphotokoagulation lassen sich mit diesem Gerät viele Netzhauterkrankungen behandeln. Dank der Überarbeitung sollen die Herstellkosten gesenkt und die Herstellbarkeit für die nächsten Jahre gesichert werden. Die Anpassungen sollen nicht zu einer Neuzulassung des Geräts führen.

Ziel des Projekts

  • Reduktion der Herstellkosten um 25 %
  • Ersatz von abgekündigten Bauteilen
  • Von aussen soll keine Veränderung sichtbar werden
  • ROHS-Konformität erreichen
  • Überarbeitung der Dokumentation zur Erreichung der Zulassung nach der IEC 60601-1 3rd Edition

Technische Umsetzung

Die Reduktion der Herstellkosten wird durch folgende Änderungen erreicht:

  • Ein neuer leistungsfähiger, diodengepumpter Festkörperlaser mit einer Wellenlänge von 532 nm wird eingesetzt.
  • Die optische Strahlführung wird ohne Umlenkspiegel neu konstruiert.
  • Die Konstruktion eines Sicherheitsverschlusses wird vereinfacht.
  • Die Hauptelektronik des Lasertherapiegeräts wird komplett überarbeitet und ein neues Speisungskonzept eingeführt.

 

Dank effizienterer und modernerer Bauteile kann die Verlustleistung in der Elektronik markant reduziert werden. Zusätzlich wird eine neue thermoelektrische Kühleinheit mit einer Regelabweichung von weniger als 0.2K realisiert. Dies sorgt für höchste zeitliche Stabilität der Laserleistung – eine Grundvoraussetzung für reproduzierbare klinische Ergebnisse.

Die Design-Änderungen haben die Produktion des Geräts erheblich vereinfacht, was sich in einer reduzierten Montagezeit niederschlägt.

Ergebnis

Durch das ideale Zusammenspiel von Systemdesign, Elektronikentwicklung und der mechanischen Konstruktion werden die Herstellkosten um die geforderten 25 % gesenkt. Gleichzeitig werden die Prozesssicherheit in der Produktion gesteigert und Normenkonformität erreicht. Durch den Ersatz veralteter Technologie wird die Produzierbarkeit für die Zukunft gesichert.

«Sowohl der Auftraggeber als auch IMT waren erstaunt, wie viel Kostenreduktionpotenzial in einem bestehenden Gerät steckt. Dieses haben wir maximal ausgenutzt.»

Martin Anrig, Projektleiter

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