Portabler Varroxal-Verdampfer zur Bekämpfung der Varroamilbe auf Bienen

Lesedauer: 3 Min.

Ausgangslage

Die Varroamilbe, ein ca. 1 – 2 mm grosser Parasit, setzt den Honigbienen arg zu und kann sogar ganze Bienenvölker sterben lassen. Die Andermatt Biovet AG hat ein Verfahren entwickelt, das die Varroamilbe bekämpft, indem Oxalsäure im Bienenkasten verdampft wird. Es ist ein Verfahren, das sowohl für die Bienen als auch für die Umwelt schonend ist.

Ziel des Projekts

Das bisher vertriebene Gerät aus den Pionierjahren der Varroabekämpfung ist ungeregelt und benötigt für den Betrieb eine schwere Autobatterie, die jeweils mühsam bis zum Bienenhaus transportiert werden muss. Daher soll das neue Gerät über einen kleinen integrierten Akku verfügen. Zudem soll die Behandlung zum Schutz der Imker vor der Oxalsäure vollautomatisch gesteuert werden.

Technische Umsetzung

Zur Steigerung der Effizienz und besseren Reinigung des Geräts wird eine induktive Heizung mit einem Wechseltiegel verwendet. Damit wird eine Heizleistung von über 50 Watt erreicht, wodurch die Behandlung nur 2 – 3 Minuten dauert. Damit der Varroxal-Verdampfer einfach in den Bienenkasten geschoben werden kann, wird die Bauhöhe des Geräts auf 15 mm begrenzt.

Das Gerät verfügt über eine ganze Reihe von Temperatursensoren und weiteren Überwachungsfunktionen, welche die Sicherheit des Geräts und die Reproduzierbarkeit des Prozesses gewährleisten.

Ergebnis

Der Varroxal-Verdampfer «Varrox Eddy» erhält ein innovatives Design, das sich von anderen Produkten auf dem Markt deutlich abhebt. Das Gerät wiegt weniger als 600 g. Dank der hohen Energieeffizienz können mit einer Akkuladung bis zu 18 Bienenvölker behandelt werden. Die Verdampfung wird vollautomatisch gesteuert. Eine einzige Taste reicht für die Bedienung aus. Die Verkaufszahlen von Varrox Eddy werden deutlich übertroffen und das Gerät ist bereits wenige Wochen nach Verkaufsstart ausverkauft.

Neben der Entwicklung von Mechanik, Elektronik und Software unterstützt IMT den Kunden auch bei der Zulassung und übernimmt die Kommunikation mit den Zertifizierungsstellen. Der Kunde erhält somit ein zuverlässiges, produktionsfertiges Design, das in den Zielmärkten bereits zugelassen ist und direkt verkauft werden kann.

«Die Entwicklung von umweltgerechten Produkten, die aktuelle Probleme lösen, liegt mir am Herzen. Dafür überwinde ich auch gerne technische Hürden und gehe enge Terminpläne mit Elan an.»

Stefan Zoller, Electronic Engineer

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